Die Geschichte des Jägerheims

Auf dem seit ca. 1748 bestehenden Hof wurde neben der Landwirtschaft auch ein einfacher Schankraum betrieben. Der Bauer Carl Zimmermann bewirtete die Gäste mit Bier und Schnaps. Auch wurden am Haus, welches am "Niederhofer Kohlenweg" liegt, der bekanntermaßen als Kohlentransportweg für die umliegenden Zechen diente, die Pferde umgespannt und getränkt, welche die Kohlegespanne zogen. Die Familie Zimmermann, so wird berichtet, besaß Kuxen der Zechen "Venus" in Kirchhörde sowie "Eisenfeld" in Niederhofen.

Ende der 1880er Jahre wurde aus den einfachen Gasthaus, dass bis dato "Zur Linde" hieß, das "Jägerheim". Anfang 1900 nahm man erste Umbauarbeiten vor. So wurde u.a. die sogenannte "Runkeldeele" zum Gesellschaftszimmer ausgebaut.

Laut Urkunde vom 13. Juni 1894, genehmigte der Kreisausschuss des Kreises Hörde dem "Grundbesitzer Carl Zimmermann zu Niederhofen in dem Wohnhause Nr. 5 der Gemeinde Niederhofen ... eine Schankwirtschaft zu betreiben ..."

Carl Zimmermann übertrug noch zu Lebenszeiten seinem Sohn Walter den Betrieb. Walter Zimmermann machte aus dem Jägerheim ein weit über die Grenzen des Dortmunder Südens hinaus bekanntes Ausflugslokal, welches mit einer "Freiluftkegelbahn" und schönen Außenanlagen die Gäste anzog. Aus dieser Zeit zeigt noch eine alte Ansichtspostkarte von Niederhofen.

Nach dem Tod Walter Zimmermanns im Jahr 1962, der sich bei den Gästen großer Beliebtheit erfreut hatte und unter anderem auch als "singender Wirt" bekannt war (von seiner "Sangestätigkeit" zeugen noch heute die alten Mitgliedskarten des örtlichen Gesangsvereins), übernahm seine Frau Emmy die Leitung der Gaststätte.

Emmy Zimmermann übertrug 1978 ihrer Tochter Inge Teich und ihrem Schwiegersohn Konrad die Leitung des Jägerheims, die das Restaurant Jägerheim noch heute führen und seine Popularität noch weiter steigern konnten.

 
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